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Was kostet eine Nanny in der Schweiz wirklich?

Vom vereinbarten Bruttolohn zum realistischen Arbeitgeberbudget: mit 2026er Beiträgen, klaren Annahmen und offenen Kosten.

Redaktion Zürich Gold Coast Nannies

Stand 6 Min. Lesezeit
Offenes Notizbuch mit Stift und Holzspielzeug auf einem Tisch

Die kurze Antwort

Die Kosten einer Nanny in der Schweiz bestehen nicht nur aus dem Bruttolohn. Familien müssen zusätzlich Arbeitgeberbeiträge, Familienausgleichskasse, Verwaltung, Unfallversicherung und je nach Jahreslohn berufliche Vorsorge einplanen. Einen einheitlichen Schweizer Nanny-Stundenlohn gibt es nicht. Rechnen Sie deshalb mit Ihrem vereinbarten Lohn und weisen Sie jede weitere Kostenposition separat aus.

Eine Zahl pro Stunde beantwortet die Budgetfrage nur teilweise. Entscheidend sind das regelmässige Pensum, der vereinbarte Bruttolohn, bezahlte Abwesenheiten und die Arbeitgeberpflichten, die aus einer privaten Anstellung entstehen.

Dieser Leitfaden zeigt eine überprüfbare Planung für 2026. Die Beispiele verwenden ausdrücklich angenommene Löhne und sind weder Marktpreise noch Lohnempfehlungen. Für eine konkrete Lohnabrechnung müssen Alter, Vertrag, Wohnkanton, Versicherer und Aufenthaltsstatus der Nanny berücksichtigt werden.

So verwenden Sie diese Budgetplanung

Wir trennen gesicherte 2026er Werte aus offiziellen Quellen von familien- und vertragsabhängigen Kosten. Dadurch bleibt sichtbar, was bereits berechenbar ist und welche Offerten noch fehlen.

  • Arbeitsumfang: Regelmässige Wochenstunden werden mit 52 Wochen auf einen Monatswert verteilt. Zusätzliche Einsätze werden nicht stillschweigend eingerechnet.
  • Lohnbasis: Das Beispiel startet mit einem frei gewählten Bruttolohn. Es behauptet keinen Marktlohn und keinen gesetzlichen Mindestlohn.
  • Pflichtkosten: AHV/IV/EO, ALV, Unfallversicherung und eine mögliche BVG-Pflicht werden als eigene Positionen behandelt.
  • Offene Beträge: Variable Beiträge und Prämien bleiben offen, bis die zuständige Kasse, Versicherung oder Vorsorgeeinrichtung sie bestätigt.

Vom Stundenlohn zum Monatsbruttolohn

Bei einem gleichbleibenden Pensum lautet die Planungsformel: Stundenlohn mal Wochenstunden mal 52, geteilt durch 12. Das ergibt einen durchschnittlichen Monatsbruttolohn über das ganze Jahr. Ein Monatslohnmodell vermeidet, dass Schulferien oder unterschiedlich lange Monate das Familienbudget überraschend verschieben.

Beispielannahme, keine Marktrate: CHF 35 brutto pro Stunde bei 24 Stunden pro Woche ergeben CHF 3'640 Monatsbruttolohn. Die Rechnung lautet 35 × 24 × 52 ÷ 12. In diesem annualisierten Monatslohnmodell sind bezahlte Ferien innerhalb der 52 Wochen berücksichtigt. Der Vertrag muss zusätzliche Stunden, Ferienbezug und einen allfälligen 13. Monatslohn eindeutig regeln. Bei echtem Stundenlohn ist die Ferienlohnbehandlung separat korrekt auszugestalten.

Planungsgrössen vor der Anstellung
GrösseIm BeispielVor Vertragsabschluss klären
BruttostundenlohnCHF 35, frei angenommenTatsächlicher vereinbarter Lohn
Regelmässige Zeit24 Stunden pro WocheBezahlte Arbeitszeit, Übergaben und Fahrten
MonatsbruttolohnCHF 3'640Monats- oder Stundenlohnmodell
ZusatzstundenNicht enthaltenFreigabe, Erfassung und Vergütung

Welche Sozialabgaben zum Nanny-Lohn kommen

Private Haushalte, die Hausdienstpersonal in Geld oder Naturallohn bezahlen, müssen grundsätzlich Sozialversicherungsbeiträge abrechnen. Die Anmeldung erfolgt bei der kantonalen Ausgleichskasse am Ort des Haushalts. Für kleine oder kurzfristige Arbeitsverhältnisse kann das vereinfachte Abrechnungsverfahren infrage kommen.

2026 beträgt der Arbeitgeberanteil an AHV/IV/EO 5,3 Prozent. Der Arbeitgeberanteil an der Arbeitslosenversicherung beträgt 1,1 Prozent bis zum versicherten Jahreslohn von CHF 148'200. Im Beispiel sind das zusammen CHF 232.96 pro Monat. Damit steigt der bekannte Teilbetrag auf CHF 3'872.96. Das ist noch nicht das vollständige Arbeitgeberbudget.

  • Arbeitnehmeranteile werden vom Bruttolohn abgezogen und zusammen mit den Arbeitgeberanteilen überwiesen.
  • Beiträge an die Familienausgleichskasse und Verwaltungskosten hängen von der zuständigen Kasse ab.
  • Lohnabrechnungen sollten Bruttolohn, Abzüge, Naturallohn und Nettolohn nachvollziehbar ausweisen.

Quellen zu diesem Abschnitt: Informationsstelle AHV/IV · Informationsstelle AHV/IV

Unfallversicherung und berufliche Vorsorge einplanen

Eine angestellte Nanny braucht eine obligatorische Unfallversicherung. Bei weniger als acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber deckt sie Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Ab mindestens acht Stunden kommt gemäss dem spezifischen AHV-Merkblatt für Hausdienstarbeit die Nichtberufsunfalldeckung hinzu. Die Prämie für Berufsunfälle trägt der Arbeitgeber; die Prämie für Nichtberufsunfälle darf grundsätzlich der Arbeitnehmerin belastet werden, sofern keine günstigere Vereinbarung gilt.

Verdient eine Arbeitnehmerin 2026 mehr als CHF 22'680 pro Jahr, kann die obligatorische berufliche Vorsorge greifen, sofern keine Ausnahme gilt. Die tatsächlichen Arbeitgeberkosten lassen sich nicht mit einem universellen Prozentsatz seriös angeben. Alter, versicherter Lohn und Vorsorgeplan beeinflussen die Beiträge. Holen Sie deshalb eine Offerte ein, bevor Sie das Budget abschliessen.

Kosten ausserhalb des Bruttolohns
Position2026 planbarNoch zu beschaffen
AHV/IV/EO Arbeitgeber5,3 ProzentAbrechnung der Ausgleichskasse
ALV Arbeitgeber1,1 Prozent bis CHF 148'200Abrechnung der Ausgleichskasse
FAK und VerwaltungPflicht kann bestehenKassenspezifischer Satz
BerufsunfallVersicherung obligatorischPrämie des Versicherers
BVGBei mehr als CHF 22'680, Ausnahmen möglichVorsorgeplan und Beitrag
NichtberufsunfallAb mindestens 8 WochenstundenPrämie und vertragliche Tragung

Quellen zu diesem Abschnitt: Informationsstelle AHV/IV · Bundesamt für Sozialversicherungen

Warum es keinen pauschalen Nanny-Mindestlohn gibt

Der eidgenössische Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft setzt Mindestlöhne für bestimmte Hauswirtschaftsrollen. Sein Geltungsbereich schliesst jedoch Personen aus, die hauptsächlich für Kinderbetreuung zuständig sind. Deshalb darf dessen Lohntabelle nicht automatisch auf jede Nanny übertragen werden.

Bei einer gemischten Rolle mit Kinderbetreuung und umfangreichen Haushaltsaufgaben entscheidet nicht allein die Stellenbezeichnung. Dokumentieren Sie die tatsächlichen Hauptaufgaben und prüfen Sie kantonale Regeln sowie den konkreten Vertrag. Ein marktgerechter, qualifikationsbezogener Lohn bleibt eine Verhandlung, auch wenn kein bestimmter bundesrechtlicher Mindestansatz greift.

Quellen zu diesem Abschnitt: SECO

Naturallohn und Quellensteuer richtig einordnen

Bei einer Live-in-Nanny können Unterkunft und Verpflegung Teil des Bruttolohns sein. Das AHV-Merkblatt bewertet 2026 Unterkunft mit CHF 345 pro Monat und volle Verpflegung plus Unterkunft mit CHF 990. Das sind Werte für die Beitragsabrechnung, keine Aussage über Marktmiete oder tatsächliche Haushaltskosten. Die Leistungen und ein allfälliger Abzug gehören ausdrücklich in den Vertrag.

Bei quellensteuerpflichtigen Angestellten zieht der Arbeitgeber die Steuer vom Lohn ab und überweist sie. In Zürich hängt der Tarif unter anderem von Bruttoeinkommen, Zivilstand, Kindern und Konfession ab. Quellensteuer ist daher keine pauschale Arbeitgeberkostenposition und darf nicht anhand der Nationalität geschätzt werden.

Quellen zu diesem Abschnitt: Informationsstelle AHV/IV · Kanton Zürich

Das vollständige Familienbudget fertigstellen

Beginnen Sie mit Monatsbruttolohn und den bekannten Arbeitgeberanteilen. Ergänzen Sie danach schriftliche Beträge für FAK und Verwaltung, Berufsunfallversicherung sowie gegebenenfalls BVG. Planen Sie zusätzlich vertragliche Kosten wie Fahrspesen, ÖV-Abonnemente, Mahlzeiten während Einsätzen, Weiterbildungen oder bezahlte Bereitschaft nur dann ein, wenn sie zur Rolle gehören.

Für die Beispielannahme sind CHF 3'872.96 pro Monat lediglich Bruttolohn plus 6,4 Prozent bekannte Arbeitgeberbeiträge. Eine seriöse Gesamtsumme entsteht erst nach den fehlenden Offerten. Im Betreuungsprofil können Sie Pensum, Tage und Planungsbudget gemeinsam festhalten, bevor Sie eine optionale Anfrage senden.

  • Arbeitsplan und bezahlte Zeit festlegen.
  • Bruttolohn und Lohnmodell schriftlich vereinbaren.
  • Ausgleichskasse, Unfallversicherer und gegebenenfalls Vorsorgeeinrichtung anfragen.
  • Variable Auslagen und Vertretungskosten als eigene Budgetzeilen führen.
  • Budget bei Pensums-, Lohn- oder Statusänderungen neu prüfen.

Quellen zu diesem Abschnitt: Informationsstelle AHV/IV · Informationsstelle AHV/IV · Bundesamt für Sozialversicherungen

Häufige Fragen

Was kostet eine Nanny pro Monat in der Schweiz?

Das hängt von vereinbartem Bruttolohn und Pensum ab. Rechnen Sie den Monatsbruttolohn mit Stundenlohn × Wochenstunden × 52 ÷ 12 und ergänzen Sie Arbeitgeberbeiträge, FAK, Verwaltung, Unfallversicherung und gegebenenfalls BVG. Eine einzige landesweite Monatszahl wäre ohne diese Angaben irreführend.

Welche Arbeitgeberbeiträge gelten 2026?

Für die Planung können 5,3 Prozent AHV/IV/EO und 1,1 Prozent ALV bis CHF 148'200 Jahreslohn angesetzt werden. Dazu kommen variable Kosten, insbesondere FAK, Verwaltung, Berufsunfallversicherung und gegebenenfalls berufliche Vorsorge.

Gilt der Mindestlohn für Hauswirtschaft für jede Nanny?

Nein. Der eidgenössische NAV Hauswirtschaft 2026 schliesst Personen aus, die hauptsächlich Kinder betreuen. Bei gemischten Aufgaben müssen die tatsächliche Haupttätigkeit, kantonale Regeln und der Vertrag geprüft werden.

Muss eine Familie ihre Nanny gegen Unfall versichern?

Ja. Berufsunfälle und Berufskrankheiten sind obligatorisch versichert. Ab mindestens acht Wochenstunden beim gleichen Haushalt kommt nach dem Hausdienst-Merkblatt die Nichtberufsunfalldeckung hinzu.

Wann braucht eine Nanny eine Pensionskasse?

Das BVG-Obligatorium kann 2026 bei einem Jahreslohn von mehr als CHF 22'680 greifen. Es bestehen Ausnahmen, und die Beitragshöhe hängt vom Vorsorgeplan und persönlichen Faktoren ab; deshalb ist eine individuelle Prüfung nötig.

Ihr nächster Schritt

Ein belastbares Nanny-Budget zeigt nicht nur eine attraktive Stundenrate, sondern jede bekannte und noch offene Kostenzeile. Legen Sie zuerst Stunden, Aufgaben und einen angenommenen Bruttolohn fest. Ergänzen Sie danach die offiziellen Abrechnungen und Offerten. So wird aus einer groben Zahl eine Entscheidungsgrundlage für eine langfristige private Betreuung.

Quellen und Einordnung

Redaktionelle Orientierung von Zürich Gold Coast Nannies. Die verlinkten Originalquellen bestimmen ihren jeweiligen Geltungsbereich. Individuelle Arbeitsverhältnisse müssen separat geprüft werden.

  1. Pflichten der Hausdienstarbeitgebenden, Merkblatt 2.06Informationsstelle AHV/IV · 2026-09-20
  2. Lohnbeiträge an AHV, IV und EO, Merkblatt 2.01Informationsstelle AHV/IV · 2026-09-20
  3. Die Altersvorsorge in der beruflichen VorsorgeBundesamt für Sozialversicherungen · 2026-09-20
  4. Informationen zum NAV Hauswirtschaft 2026SECO · 2026-09-20
  5. Quellensteuerpflichtige PersonenKanton Zürich · 2026-09-20
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